Wie wollen wir sterben - ärztliches Plädoyer in Zeiten der Hochleistungsmedizin >:(

Selten genug gibt es Streitschriften, die gesellschaftliches Bewusstsein in Bewegung versetzen können. Das Buch von Dr. Michael de Ridder „Wie wir sterben wollen“ (Untertitel: Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin) wird vielleicht dazugehören.

Grund: Es ist derart spannend, persönlich und authentisch, dass es einen sehr großen Leser/innen-Kreis zu fesseln vermag. Einen Riesenerfolg erwartet auch der Verlag DVA, der sich bereits jetzt - vier Wochen vor der Vorstellung auf der Leipziger Buchmesse - einer Flut von Medienanfragen gegenüber sieht.

Siehe zahlreiche Termine zu bundesweiten Lesungen ab 20. März 2010
(zunächst in Leipzig, Berlin, Hamburg, Karlsruhe) sowie Leseprobe:

http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=303782

Michael de Ridder, geboren 1947, spricht aus dreißigjähriger internistisch-klinisch Erfahrung und als Notfallmediziner auch in Pflegeheimen. Seit 2003 leitet er die Rettungsstelle des größten Krankenhauses in Berlin-Kreuzberg.

De Ridder versteht sein Buch als Streitschrift auch gegen die „eigene Zunft“ und nicht zuletzt gegen die Bundesärztekammer. Deren standesrechtlicher Ahndung der Suizidbeihilfe wirft er vor, damit die ärztliche Gewissensfreiheit ohne Legitimation einzuschränken.

Der Humanist de Ridder bringt Grundsätze mühelos zusammen, auf deren Vereinigung bisher vergeblich gewartet wurde: Praktisches Engagement in der Palliativ- und Geriatrieversorgung (nicht als billiges Lippenbekenntnis!) bei gleichzeitigem Plädoyer für humane, auch „aktive“ Sterbehilfe (nicht als Delegation an spezialisierte und damit immer fragwürdige Suizidhilfe-Vereine).

De Ridder ist Vorsitzender einer Stiftung für Palliativmedizin und erhielt im Jahr 2009 den Ossip K. Flechtheim-Preis des Humanistischen Verbandes Deutschlands. Diese Ehrung gilt seiner Zivilcourage verknüpft mit seinem gesundheitspolitischen Engagement, insbesondere für Schwerpflegebedürftige und Heimbewohner sowie für Patientengruppen wie Migranten oder auch Suchtkranke.